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Levada do Pico do Arvoredo oder Levada dos Caniceiros
Gegend: Camacha/Canico/Reis Magos
Madre: Rib. do Porto Novo N 32°41.850 W 16°51.950 ca. 900 M.ü.M.
Verlauf: Die Levada do Pico do Arvoredo kann in verschiedene Abschnitte unterteilt werden
- Abschnitt 1: Nach der Madre in der Ribeira do Porto Novo folgt ein relativ stark ausgesetztes Stück oberhalb eines idyllischen Weihers, dann verschwindet die Levada in einem nicht zugänglichen Tunnel. Die Madre kann von der Levada über einen Trampelpfad erreicht werden, ebenso das Ende des kleinen Tunnels. Der Tunnel umgeht eine vemutlich stark steinschlaggefährdete Felswand.
Das betrifft den Stand 2017. 2021 wurde die Madre und der Tunnel neu gebaut, der Tunnel ist von beiden Seiten relativ unproblematisch und kann auch 'durchkrochen' werden. Nach dem Tunnel einfacher Verlauf über Felder mit Blick auf das obere Tal der Ribeira do Porto Novo. Speziell ist der an manchen Stellen tief eingeschnittene Verlauf der Levada, während der Weg bis zu 4 Meter oberhalb auf einem breiten Damm entlangführt.
Das ist leider auch Geschichte, 2021 wurde der ganze urige Levadaabschnitt bis zu den Häusern planiert. Die Levada führt jetzt verrohrt unter einer Schotterpiste. Gleich nach diesen Stellen erreicht man die ersten Häuser und die Levada verläuft neben einer kleinen Strasse bis zur Strasse (Caminho do Rochao?), die von der ER-102 nach Pedras do Rochao führt. Hier Verlauf im Strassengraben bis auf die Höhe eines grossen Wassertanks. Hier verschwindert die Levada im Untergrund, eine Abzweigung führt sicher zum Wassertank, eine andere zu einer Art Waschhaus und von hier verrohrt weiter Richtung Rochao.
- Abschnitt 2: Verlauf in Rochao: Die verrohrte Levada kreuzt zuerst die Levada da Serra do Faial, gleich neben dem zugemüllten Rochao-Tunnel der Serra do Faial. Weiterverlauf verrohrt entlang eines kleines Weges. Hier sieht man auch noch eine gut erhaltene alte Wassermühle (Moinho do Rochao). Das Ende in Rochao kann von der ER-102 betrachtet werden.
- Abschnitt 3: Die Levada führt der ER-102 entlang etwa 500 Meter, hier verlässt sie die ER-102, verläuft etwas westlich entlang ER-102, später folgt ein altes Wasserhaus aus dem Jahr 1940, darauf Kreuzung mit dem Caminho Minicipal da Portela. Ab hier ist sie definitiv verfallen und nicht mehr verfolgbar. Sie kreuzte einst mitten in Camacha die Rua Maria Ascensao, weiter zum relativ neuen Kreisel am Ende der VE-5. Quer durch Industriegebiet mehr oder weniger entlang der ER-205, die sie hier kreuzt, später kommt ein Wasserverteiler in der Nähe der ER-205. Hier trifft die 'Ersatzlevada' von der Levada dos Tornos von Süden her auf die verfallene Levada.
- Abschnitt 4: Am Wasserteiler fliesst ein Endast unter der ER-205 durch und versorgt den nordöstlichen Endast. Das meiste Wasser fliesst aber entlang der ER-205 bis zur 90 Grad Kurve. Hier kommt der grosse Verteiler, wo sich die Levada früher in die 2 grossen Endäste, die Levada dos Zimbreiros und die Levada da Azenha aufteilte. Die Levada dos Zimbreiros ist hier verfallen, das geamte Wasser fliesst zunächst im Bett der ehemaligen Levada da Azenha entlang. Nach ein paar Metern wird alles Wasser nach Westen abgezweigt und fliesst in ein grosses Speicherbecken. Ab hier 2 Endäste: Neue Levada da Azenha und neue Levada dos Zimbreiros.
- Abschnitt 5: Westlicher Endast (Levada da Azenha): Der alte Abschnitt in der Verlängerung des Zuflusses zum Reservoir ist verfallen, aber noch gut sichtbar. Heute fliesst das Wasser steil vom Reservoir, teilweise verrohrt, nach Castelo und Pedra Mole, quer durch Wohngebiete und später über Felder in die Ribeira do Canico. Kurz darauf wird die Ribeira mit einer Mauer zu einer Madre gestaut und dem Hang entlang oberhalb der kleinen Brücke, trifft auf die Moinho da Vitoria, weiter zur Kreuzung mit der ER-204 im oberen Teil von Canico, diese unterquert sie und fliesst weiter (verrohrt) in einer kleinen Gasse. Beim Relogio de Agua dreht sie hörbar nach rechts, hier ist ein alter Wasserturm zu sehen, vermutlich ehemals mit einer alten Uhr zur Ankündigung der Bewässerungszeiten. Hier ist auch Richtung Süden eine alte Wassermühle zu sehen (Moinho da Vargem).
Nach dem Verlauf in der Vereda de Relogio de Agua trifft sie auf die Estrada Joao Gocalves Tarco, 10 Meter bergauf weiter, über die Brücke über die Ribeira da Ponte da Oliveira durch ein paar Felder, an einem grossen Wassereservoir vorbei zur Kreuzung mit der Umfahrungsstrasse in Canico und endet abrupt am Absperrzaun der VR-1. Auf der anderen Seite geht es weiter zur Verteilung auf den Feldern (vgl. auch Bericht der Caminheiros do Barrete de Orelhas).
- Abschnitt 6: Östlicher Endast (Levada dos Zimbreiros): Direkt vom Reservoir neue verrohrte Levada nach Osten. Erste Abzweigung des nördlichen Endastes entlang der Estrada dos Moinhos und später über die Felder bis zum Reservoir der Levada do Caniço.
Der Hauptast geht zuerst parallel zur ER-205 zu einem alten Wasserhaus, später Abzweigung des nördlichen Hauptastes der Levada dos Zimbreiros zu den Feldern und dann teilweise verrohrt und dann entlang der Rua Padre Anibal Silveiro de Matos bis zur Kreuzung mit der ER-204, nach unten zum Caminho Da Mae Deus, gleich rechts in den Caminho Velho dos Reis Magos und nach 100 Metern rechts Abzweigung in die Felder. Ein Teil fliesst auch weiter entlang des Caminho Velho dos Reis Magos bis über die Autobahnbrücke.
Der südliche Hauptast der Levada dos Zimbreiros folgt der ER-205 bis unterhalb des Fussballplatzes, dort Abzweigung nach Osten steil abwärts bis zur Kreuzung mit der Rua Padre Anibal Silveiro de Matos und weiter entlang der Vereda dos Barreiros zur Kreuzung mit der ER-204 und weiter auf die Felder, Kreuzung mit dem nördlichen Endast weiter unten.
Ende: Zimbreiros (ca. 170 M.ü.M.), Canico (ca. 250 M.ü.M.)
Länge: 6,8 Km
Baujahr: unbekannt, ziemlich alt
Funktion: Bewässerung der Gegend oberhalb und östlich von Canico
Zugang:
- Von den diversen Kreuzungspunkten und Strassenpassagen
- Zusätzlich besteht oberhalb von Canico ein relativ dichtes Wegenetz rund um die Moinho da Azenha und die kleine Brücke
Zustand:
- Abschnitt 1: Intakt, einfach, der Madrebereich ist teilweise etwas ausgesetzt
- Abschnitt 2: Weg entlang des alten Levadaverlaufes, mehrheitlich verrohrt
- Abschnitt 3: Entlang der ER-102 deutlich sichtbar, der Weiterverlauf ist teilweise abgesperrt, danach beim Wasserhaus von oben zugänglich vom Caminho Municipal da Portela. Nach der Strassenkreuzung verfallen.
- Abschnitt 4: Der neue Zufluss vom Wasserteiler vor dem Nogueira-Tunnel der Levada dos Tornos ist gut begehbar, vom Wasserteiler entlang der Strasse und zum Speichersee auf gutem Weg
- Abschnitt 5: Der westliche Endast ist zunächst verrohrt, in Castelo entlang der Strasse und später entlang eines Weges, das Stück in die Ribeira do Canico ist unzugänglich. Die Madre in der Ribeira do Canico kann von Canico oder der kleinen Brücke erreicht werden. Dann nach Canico als Wanderweg markiert und führt bei der zerfallenen Wassermühle vorbei. Der Weiterverlauf in Canico ist gut unterhalten, manchmal muss man mit den Ohren die Levada im Untergrund suchen. Häufig entlang von Strassen und in Industriegebieten.
- Abschnitt 6: Ab dem Reservoir verrohrt, auf Weg verfolgbar, dann auf Nebenstrasse entlang eines alten Wasserhauses zur ER-205, ab hier neben Strasse, Abzweigung des nördlichen Seitenastes nördlich um den Pico de Agua, teilweise Verrohrung und dann Kreuzung mit der ER-204. Ab hier guter Weg und später Strasse bis zum Ende an der Autobahnbrücke in Reis Magos
Der Abschnitt des südlichen Astes über die Felder kann nicht mehr begangen werden. Neuer Vertikalverlauf des südlichen Astes bis zu ER-204.
Bemerkungen:: Sehr spannende Levada mit wechselvoller Geschichte
GPS-Daten: kmz-Daten
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