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24.06.2024 Auf alten freigeschlagenen Spuren zum Monte do Trigo
Datum: 24.06.2024
Anfahrt: Calheta - Encumeada - Achada do Piquinho (2 Autos)
Hintergrund: Jorge Lobo, unser unermüdlicher Guide und Spurensucher, hat in langer Vorarbeit einen uralten Weg über den Monte de Trigo auf die Paul da Serra freigelegt. Dieser Weg wurde früher von den Schafzüchtern in Sao Vicente benutzt, um die Schafe zur Schafschur auf die Fajã Redonda (auch bekannt als 'Stonehenge') zu treiben. Es musste also ein einigermassen gut begehbarer Weg gewesen sein, der aber völlig in Vergessenheit geriet und ziemlich zugewachsen war.
Issi war mit Jorge hier schon einmal unterwegs, so hatten wir eine zuverlässige Reiseführerin dabei, die Piet und mich sicher hier hochlotste. Allerdings sind wir in der Mitte ungefähr vom Weg abgekommen und mussten uns auf andern Spuren und über kleine Felswände hochhangeln. Hier stiegen früher mit Garantie keine Schafe hoch, aber wir sind ja auch keine Schafe....
Verlauf: Vom bekannten Parkplatz in Achada do Piquinho an der Levada da Faja do Rodrigues ging es schon mal auf einem alternativen Weg hoch, der Wanderweg wird immer häufiger von Mountainbikern genutzt, was der Wegqualität nicht wirklich guttut.
So trafen wr dann auch auf alte Mauern und Spuren von alten Dreschplätzen, wo früher Weizen bearbeitet wurde (Trigo heisst ja übersetzt auch 'Weizen'). Dann wieder ein kurzes Stück auf dem normalen Weg hoch und dann am deutlich bezeichneten Ort auf den neu freigehauenen Weg Richtung Monte do Trigo.
Hier sieht man alte Hohlwege, und auch die Spuren der Wegbereiter, die hier grossartige Arbeit geleistet haben.
Irgendwo haben wir uns von einem verlockenden Weg verleiten lassen, direkt vertikal hochzusteigen, mussten uns dann kurz neu orientieren, fanden einen andern Weg über eine Felsstufe und kamen kurz vor dem Gipfelplateau wieder auf den Weg von Jorge.
Das Gipfelpanorama mit dem Pinaculo ist grossartig, rundum der Blick auf die unberührten Lorbeerwälder mit Wasserfällen, und oben drehen unaufhörlich die Windräder.
Der Abstieg ist dann relativ steil und man muss schon gut aufpassen, dass man hier nicht ausrutscht. Ein paar kleinere Kletterpassagen sind auch dabei, und schliesslich kommt man zu der Leiter, die enorm hilft, die knifflige Felsstufe zu überwinden. Früher war hier ein Seil mit Schlaufen befestigt: War auch möglich, aber deutlich weniger komfortabel.
Danach geht es immer noch steil, aber deutlich angenehmer bis zu einer Wegkreuzung, wenn man dort nach Westen abbiegt, kommt man auf die Levada do Norte.
Ab hier dann auf bekanntem Weg durchs Folhadal und den letzten Tunnel, um dann entlang des Canal do Norte gemütlich zum Encumeada-Pass zurückzugehen.
Distanz: 17 Km, 800 Hm Aufstieg, 450 Hm Abstieg
Start: 10.05 Achada do Piquinho
Ende: 16.20 Encumeada-Pass
Zustand: Es ist ratsam, nicht ohne Vorbereitung oder ohne Begleitung einer ortskundigen Person auf diese Wanderung zu gehen. Es gibt diverse andere Wege, auf denen man sich verirren kann!
Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind eh Pflicht!
Bemerkungen: Traumhafte Umgebung mit Aussichten, die man sonst nicht geniessen kann! Die installierten Leitern sind schon sehr spannend!
GPS-Daten: Original GPS-Track
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