|
16.05.2019 Nochmals zum Poco das Pulgas, diesmal als Rundtour
Datum: 16.05.2019
Canico - Ribeira Brava - Sao Vicente - Ponta Delgada - Primeira Lombada
Verlauf: Nachdem Issi und ich letztes Jahr beim Versuch, die Poco das Pulgas-Rundtour antzugehen, im dichten Regen aufgegeben haben, haben wir das stabile Wetter auf der Nordseite ausgenützt. Nebelschwaden hatte es trotzdem gelegentlich, aber manchmal hat sich tatsächlich auch die Sonne gezeigt.
Start wie immer an der Piste ins Camisatal, es gibt jetzt tatsächlich auch Wegweiser, Bachbett hoch, vorbei am verfallenen Palheiro, hoch und unter der Felswand queren, Abstieg zum Bachbett und Glitschwand, wo die vorhandenen Fixseile praktisch nicht zu brauchen sind, weil sie so glatt sind. Aber auch die Wand hat ziemlich gelitten, die spärlichen Stufen sind wieder weg. Trotzdem, hoch geht immer, dann Querung und 2 Bachquerungen, im Bachbett hoch und da war er, der Poco. Immer noch sehr idyllisch, auch wenn sich hinter uns sehr lautstark kommunizierende spanische Canyoning-Teilnehmer bemerkbar machten. Aber die gingen einen Stock höher, um sich dann in den Poco abzuseilen. Wir haben sie erst wieder gesehen und gehört, als sie am Seil runterkamen. Das war dann der ideale Zeitpunkt, um wieder aufzubrechen.
Zurück zur Bachquerung und erst mal steil hoch, tendenziell eher taleinwärts, was etwas irritierend ist. Wenn man die Höhe der Traverse erreicht hat, geht es mehr oder weniger unter einer Felswand wieder talauswärts, immer etwas hoch und runter.
Irgendwann dreht der Weg von Nord auf West, dort haben wir deutliche Wegspuren abwärts und auch Baumritze gesehen, vermutlich die Fortsetzung des Aufstieges, den ich 2016 in der Felswand abgebrochen habe.
Unser Weg ging Höhe haltend nach Westen, teils etwas unwegsam im Bereich der Bachbette, aber immer eindeutig und selten gefährlich.
Man trifft auf den deutlich breiteren Weg, der von Sao Vicente über die Lombada das Vacas nach Segunda Lombada. Sehr steil, teilweise etwas versperrt mit umgestürzten Bäumen. Es folgen erste Felder.
Hier haben wir versucht, einen direkten Weg von diesem Hof zur Eisenbrücken im oberen Camisatal zu finden. Wir blieben allerdings irgendwann im Chaos von umgestürzten Bäumen stecken. Also zurück und weiter talwärts zur Levada da Cancela. Dieser sind wir kurz gefolgt bis zur Madre, die in einem grünen Farnparadies liegt, wunderschön!
Zurück und weiter zur Levada das Feiteirinhas, dieser ein kurzes Stück entlang und dann auf einem Weg zur Strasse. Dort über die Brücke, wo wir die Madre der Levada do Lombo in der Ribeira da Camisa entdeckten.
Dann hoch auf der Zufahrtspiste Richtung Ausgangspunkt hoch, vorbei am Zufluss der Levada das Fontes zum grossen Reservoir und zurück zum Auto.
Distanz: 8.3 Km, 580 Hm Aufstieg, 580 Hm Abstieg
Start: 09.50 Primeira Lombada
Ende: 15.15 Primeira Lombada
Zustand: Der Aufstieg ist wie immer einfacher über das Bachbett und die Glitschwand. Der Rückweg ist zuerst ebenfalls sehr steil und in dieser Richtung deutlich angenehmer. Die Traverse war teils in erstaunlich gutem Zustand, als hätte man hier einen Trailrun vorbereitet. Ab dem Knick nach Westen deutlich schmaler, aber immer noch problemlos. Trittsicherheit ist aber auf jeden Fall gefragt.
Bemerkungen: Der Rückweg vom ersten Hof zur Camisabrücke war gemäss Issi's Recherchen früher mal durchgehend und eine Standardverbindung zwischen Primeira und Segunda Lombada. Ich hatte auch das Gefühl, dass wir in Richtung und Steigung richtig lagen. Aber die Sturmschäden haben die Situation hier grundlegend verändert.
Dank: Danke an Issi für die Begleitung!
GPS-Daten: Original GPS-Track
|