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07.05.2019 Rundtour auf zwei Levadas um Machico
Datum: 07.05.2019
Anfahrt: Canico - Machico
Verlauf: Vom Zentrum in Machico in der Nähe der Capela das Milagres, in Richtung Forte auf der Rua da Leira, Aufstieg über Treppen zur Rua do Desembarcadouro oder do Pescador. Der Caminho do Pescador, der direkt ab hier zur Levada do Desembarcodouro hinaufführen würde, wurde uns von einem Bauern abgeraten, er sah von unten ziemlich überwuchert aus. Wir nahmen danach die Vereda da Trincheira B und landeten punktgenau auf der Levada.
Ab hier in Fliessrichtung zuerst auf Betonweg, dann als Wiesenweg bis zum Ende des Wasserflusses. Die Levada führt aber noch weiter, zuerst gut erhalten etwas ausgesetzt um eine Felsnase, dann zunehmend verfallen durch die nur noch spärlich genutzen Felder, am Schluss noch ein kaum sichtbarer Trampelpfad mit gelegentlichen Relikten der alten Levada. Man erreicht schliesslich den ebenfalls zugewachsenen Aufstiegsweg vom Forte zum Pico do Facho. Hier enden die Levadareste, man kann bis ganz an die Klippe gehen und so einen Blick auf Sao Lourenco und Canical werfen.
Auf dem gleichen Weg zurück und weiter zur Kreuzung mit der Rua do Desembarcadouro oder do Pescador. Immer der meist offenen Levada entlang durch Häuserzeilen über Strassenkreuzungen und gelegentlich an Feldern vorbei. Leider ist die Gegend von Paraiso und Poco do Gil mit einem Müllproblem konfrontiert, das sieht teilweise etwas unappetitlich aus. Weiter bis zum Portal der Autobahnröhre der VR 1 nach Canical. Hier wird die Levada un einem Rohr in einer Art Syphon über die Portale geleitet. Man kommt zur Kirche in Ribeira Seva mit bunten Mauersprayereien, hier wird die Levada in der Stützmauer der Kirche durchgeleitet.
Weiter ein Stück im Strassengraben zugedeckt, vor der Ribeira Seca ein offenes Levadastück bis zum Fluss, über eine Brücke, dann kommt die Levada aus dem Seitental der Ribeira Noia, die hier eine Zwischenfassung aufweist.
Das nächste Stück ist inexistent, nach etwa 100 Metern kann man den sehr steilen Caminho do Amparo hochgehen und stösst wieder auf die Levada. Nach einem kurzen Stück in Fliessrichtung endet sie in einem Bach. In Gegenrichtung weiter durch Häuser und man schwenkt ins Tal der Ribeira do Machico. Vom Ende der Strasse folgt ein recht hübsches Teilstück mit Blick auf die andere Talseite. Die Levada endet hier abrupt, das Wasser wird durch einen Bach, der vermutlich von der Levada do Canical gespiesen wird.
Das fehlende Stück kann entweder auf der Strasse auf der anderen Flussseite oder über einen kleinen Weg mit Levada umgangen werden. Später stösst man auf Reste der alten Levada do Desembarcadouro. Bei den ersten Häusern sieht man das Ende des ersten Abschnittes, das sich wiederum in einen Bach ergiesst. Ein kurzes Stück ist sie nun wieder verfolgbar, bis sie hinter Häusern verschwindet und es relativ schwer zugänglich zur Madre geht. Diese kann von der andern Flussseite aber gut betrachtet werden.
Auf der andern Flussseite ging es wieder talauswärts, vorbei an den Basaltsäulen hinter der Autobahnbrücke. Unter der Brücke sieht man die alte Madre der Levada das Figueiras. Das Wasser wird dem betonierten Bachbett entlang auf das Niveau der Strasse geleitet und unterkreuzt die Estrada dos Marocos.
Zunächst fliesst das Wasser im Strassengraben, teils zugedeckt, bis es unvermittelt wieder ins Flussbett abgezweigt wird.
Weiter talwärts kann man die neue Madre der Levada das Figueiras von der Strasse her betrachten, auch hier wird das Wasser unter der Strasse durchgeleitet und fliesst dann in einem neu erstellten Levadabett neben der Strasse. Sobald die Strasse etwas steiler abwärts geht, wird die Levada in der Strassenmauer weitergeleitet und man gelangt auf Felder oberhalb der Strasse. Bald wird es ziemlich ausgesetzt, die vormals nicht zugängliche Passage in den Felsen wurde frisch betoniert und kann jetzt mit der gebührenden Vorsicht begangen werden. Weiter ziemlich ausgesetzt geht es zum Tunnelportal der VR 1. Auch hier wird die Passage, wie vorher bei der Levada do Desembarcadouro, in einem Rohr überbrückt. Man könnte mit ein paar Klettereinlagen dem Rohr folgen, aber wir verliessen hier die Levada über einen steilen Pfad zum Caminho da Quinta de Sant'Ana. Auf diesem nach Nordwesten zum unscheinbaren Einstieg zu den Furnas de Cavalum, den relativ unbekannten Lavahöhlen.
Sehr beeindruckend, aber es braucht eine ziemlich starke Lampe, um die Höhle in ihrem ganzen Umfang auszuleuchten.
Zurück zur Levada das Figueiras und weiter durch etwas gepflegtere Häuserreihen, unter der Autobahnbrücke durch und über Felder bis zum abrupten Ende in einem vergitterten Abfluss. Danach ist nichts mehr von der Levada zu sehen.
Abstieg ins Zentrum von Machico, vorbei am alten Aquaedukt zurück zum Ausgangspunkt.
Distanz: 17.5 Km, 390 Hm Aufstieg, 390 Hm Abstieg
Start: 09.30 Machico
Ende: 16.00 Machico
Zustand: Einfache Wanderung, in dieser Ausführung aber doch relativ lang, einzig die verfallenen Abschnitte der Levada do Desembarcadouro oberhalb des Forts brauchen Trittsicherheit und die ausgesetzte Stelle der Levada das Figueiras zusätzlich absolute Schwindelfreiheit.
Bemerkungen: Wenn man sich nicht über die überall herumliegenden Abfälle aufregt, ist diese Wanderung interessant und abwechslungsreich und voller Gegensätze.
Dank: Danke an Issi für die Begleitung und die zuverlässige Müllentsorgung unterwegs!
GPS-Daten: Original GPS-Track
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