21.05.1985 Manila, erste Eindrücke:
24.05.1985: Banaue: Spaziergang in den Reisterrassen:
26.-28.05.1985: Trecking nach Batad, mit Jeepney und zu Fuss, Reisterrassen, Wasserfall:
'Batad-Inn':
Im Gespräch mit dem Betreiber des Batad Inn haben wir ein paar Details zu Kultur und Hintergrund der Ifugao-Kultur erfahren:
- Die Terrassen sind mehr als 2000 Jahre alt, es sind die einzigen Bauten, die aus der Zeit vor dem Kolonialismus stammen.
- Es wird neben Reis auch Gemüse, Süsskartoffeln und Mais angebaut.
- Es gibt praktisch niemanden mehr, der diese Bauwerke neu erstellen kann, und die bestehenden werden nur notdürftig repariert.
- Oberhalb der Terrassen (über 1500 m.ü.M.) werden Wälder zur Wasserversorgung unterhalten, der Wasserfluss muss kontinuierlich von Terrasse zu Terrasse gehen, ohne dass Wasser gestaut wird.
- Das Wasser wird mit ausgeklügelten Wasserverteilsystemen verteilt (Dämme, Leitungen etc.)
- Die Terrassen sind alle in Familienbesitz
- Nur etwa 20% der Ifugao sind Christen, die andern praktizieren verschiedene animistische Religionen
- Es gibt immer noch Kriege zwischen verschiedenen Stämmen
- Ratten werden nicht gejagt, sondern gefüttert, dann ziehen sie nach 2-3 Tagen weiter zum nächsten Haus (?)
27.05.1985: Besuch einer Zeremonie,:
Es handelte sich hier um die Zeremonie für einen kranken Mann, ein Götterbeschwörung:
2 Schweine lagen gefesselt in der Mitte des Platzes, die Leute trinken Reiswein und sind halb betrunken.
Hölzer werden im Rhythmus aneinandergeschlagen, 2 Priester fuchteln mit Speeren um die Schweine herum und die Schweine schreien fürchterlich.
Reiswein wird über die Schweine geleert, ein Huhn wird auf die Schweine platziert, dann werden die Schweine losgebunden und ihnen die Kehle durchtrennt, der Schwanz wird den noch lebenden Tieren abgeschnitten.
Später werden die Pfoten abgeschnitten und an die Kinder verteilt. Die toten Schweine werden ins Haus des alten Mannes gebracht, dort gibt es weitere Zeremonien, während die Leute langsam sehr betrunken sind.
Die Schweine werden aufs Feuer gelegt und die Haut abgezogen. 'Now you can make pictures, if you want. People expect you to buy two bottles of Gin, but only if you want.....'
Die beiden Flaschen sind in 5 Minuten leer, die Leute sind kaum mehr ansprechbar, und wir verziehen uns!
Auf dem Rückweg von Batad nach Banaue sind wir an einer weiteren Zeremonie vorbeigekommen. Wir durften nur kurz zuschauen und keine Bilder machen (es kostete uns dann auch keine 2 Flaschen Gin...):
Ein alter Mann ist vor 2 Tagen gestorben, er wird vor seinem Haus an einen Pfosten gebunden, die Fliegen werden vom Gesicht des Toten vertrieben und die gesamte Verwandschaft kommt zu Besuch. Die Kinder spielen vor dem Verstorbenen.
Später werden die Knochen des Verstorbenen wieder ausgegraben, damit seine Seele im Totenreich seine Ruhe findet (so habe ich es wenigstens verstanden...)
29.05.1985: Marktbesuch:
30.05.1985: Sagada: Wandern und Besuch der Höhlen mit den Holzsärgen, Church of Saint Mary the Virgin:
31.05.1985: Besuch der Tropfsteinhöhle (Sumaguing Cave):
01.06.1985: Spaziergang zu den Hanging Coffins:
Es soll nur 3 Orte auf der Erde geben, an denen Särge nicht vergraben, sondern in Felswände aufgehängt werden:
Im Südwesten von China (Bo-Stamm), auf Sulawesi (Toraja-Stamm) in Indonesien, wo wir später auch noch vorbeikamen, und eben hier auf Luzon in Sagada!
05.06.1985: Manila: Chinese Cemetary:
Es ist sozusagen eine Stadt in der Stadt, mit eigenen beschrifteten Strassen und sehr grosszügig ausgestatten Häusern, die um die Ruhestätten von reichen verstorbenen Chinesen gebaut wurden und den Verwandten erlauben, sich längere Zeit bei ihren Verstorbenen aufzuhalten. Es gibt Tempelanlagen und Briefkästen!
Errichtet wurde der Friedhof im 19. Jahrhundert und seither ist er stetig gewachsen.!
05.06.1985: Unsere Luxusabsteige in Manila, weil der Flieger verspätet war...:
Leider ist der Flieger dann doch nach 3 Stunden Schlaf gestartet!